Das Hockeyweekend auf dem Turpenriet

So nun war es endlich so weit. Die Luft war kühl und das Wasser wurde fest. Überall sind die kleinen Seen und Weiher gefroren und bereit um darauf Hockey zu spielen oder unnötig ein wenig darauf rumzukurven. Die Schlittschuhe wurden gepackt die Minitore ins Auto verladen und los gings.

Der Schulabwart hatte sich während dem Schneeregen schon morgens daran gemacht die Fläche mit dem Einachser zu reinigen. Unserem Hockeyvergnügen stand somit nichts mehr im Wege. Eine Halbestunde nach unserer Ankunft waren schon ziemlich alle bekannten Gesichter, wie jedes Jahr, vertreten um ein Spiel ohne Regeln durchzuführen. Ein kurzes fachsimpeln über Holz und Carbonstöcke und das Spiel konnte beginnen. So rudimentär wie nur möglich, natürlich nicht auf die technischen Finessen bezogen. Sondern es wurde ohne Schutz gespielt, gehackt und gehalten wie man nur konnte. In so einer Situation sollte man die Scheibe natürlich tief halten, das gelingt jedoch nicht immer was dann zu schmerzenden Blessuren an den Schienbeinen führen kann.

Es war kalt, verdammt kalt. Der Eisregen liess sogar die Kappen steif werden. Doch es reichte ein dicker Pullover um mitzuspielen. Wie jedes Jahr, sehr intensive Matches mit wenigen Zwischenfällen. Nach gut zwei Stunden gehölze machten sich die Ersten müde aber zufrieden auf den Heimweg, mit dem Wissen: Morgen geht es weiter.

So war es dann auch. Sonntagnachmittag, kein Eisregen, sauber geräumtes Eisfeld. (Mein Vater schaufelte zwei Stunden am Morgen damit wir am Nachmittag spielen konnten. Ich erholte mich natürlich noch von der „After Party“) beste Bedingungen um ein weiteres Spiel zu starten. Es ist ein Natureisfeld, das bekommt man spätestens dann zu spüren, wenn man in der Kurve liegt und hopp, die Schlittschuhe stecken bleiben und man in hohem Bogen auf das Eis knallt.

Ich denke am Sonntagabend waren alle froh, dass am nächsten Tag arbeiten anstand. Ein Wochenende mit zerstörten Knien, Rückenschmerzen, aufgeplatzten Blasen an Füssen und Händen ist nicht jedermanns Sachen und trotzdem werden wir nächstes Wochenende garantiert wieder auf unserem Turpenriet anzutreffen sein.

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